So wie Schallwellen einer bestimmten Wellenlänge in unserem Ohr den Reiz eines Tons auslösen, bewirken Wellenlängen zwischen 380 und 780 nm (Nanometer) in unserem Auge einen organischen Reiz auf Farbrezeptoren der Netzhaut. Unsere Sehzellen erkennen weder Licht noch Farbe. Erst durch einen elektromagnetischen Impuls an das Gehirn werden diese Reize in die eigentliche Farbwahrnehmung umgesetzt. Durch die physikalische Wahrnehmung und die psychische Empfindung wird Farbe erst existent, denn die Lichtstrahlen sind keine Farben, sondern Informationsträger.
Wenn wir über Geschmack und Verdauung im energetischen Feld des Solar-Plexus bzw. des Sonnengeflechtes reden, dann spiegelt sich Geschmack auch im Ausdruck der Sprache wider. Die Zunge ist nicht nur das Organ der Geschmacksempfindungen, sondern auch der Wörter und der Sprache. Ohne Zunge kein Geschmack und keine Worte! Wörter enthalten unsere Gedanken, die wir aussprechen. Hinter jedem Wort steht eine Energie.
Wenn wir erkennen, dass wir im Herzen verhärten, sollten wir die verkrusteten Ablagerungen unseres Herzens mit den Fluten der Liebe aufweichen. Nach dem Prinzip der Osmose spriesst aus den zuvor steinharten Sedimenten des Herzens eine Quelle der Lebensfreude und schöpferische Kraft. Eine der ältesten Meditationen besteht darin, dass wir beim Einatmen Licht in uns hereinziehen und beim Ausatmen die Finsternis und innere Gifte ausstossen.
Die Liebe ist das bewegende Thema, das in fast jedem Schlagerlied besungen wird und Buchregale mit Romanen füllt. Der Spannungsbogen reicht von der Tragödie bis zur Glückseligkeit.
Die stete Beschleunigung und der ständige Stress lassen uns oft wenig Zeit, unser Essen wirklich zu schmecken und zu geniessen. Oftmals geschieht dies nebenbei und wir vergessen sogar, was wir vor 10 Minuten gegessen haben. Für eine Mahl-Zeit braucht es Zeit, Geduld und vielleicht auch wieder das Ritual des Tischgebetes, das uns vor der Mahlzeit sammelt, zentriert und mit uns selbst verbindet.
Jeder von uns kennt das, wenn uns unangenehme Situationen und Begegnungen oder ein ungutes Gefühl auf den Magen schlagen. Organisch ist alles gesund, aber es grummelt und rummelt ordentlich rund um den Bauchnabel. Wir spüren, dass oftmals das Gegenteil von dem wahr ist, was als Wahrheit verkauft wird. Dies ist so offensichtlich, dass es uns den Magen umdreht. Schliesslich trägt jeder eine kleine Welt im Bauch.
In unserer diffusen Zeit der initiierten Mehrgeschlechtlichkeit scheinen sich die Dualität, Polarität und Gegensätzlichkeit aufzuheben und zu neutralisieren. Damit in Liebesbeziehungen Vertrautheit nicht zur Routine wird und sich das stille Ende der Sinnlichkeit einschleicht, ist es gut, das weibliche und das männliche Prinzip zu begreifen und immer wieder neu zu feiern.
Die digitale Technologie gibt vor, eine Beziehungswelt zu schaffen, doch alles, was sie uns über WhatsApp, Instagram, Facebook Co. liefert, ist eine virtuelle Simulation. Unsere zwischenmenschlichen Beziehungen werden anonymer, leerer und einsamer, wenn Computer und digitale Hochfrequenzen anstelle der echten, analogen Begegnungen pulsieren. Wahre Intimität und Sinnlichkeit nutzen andere Kanäle.
Mittlerweile ist es in weiten Teilen der Erdbevölkerung angekommen: alte Strukturen brechen zusammen, bisherige Regeln verlieren ihre Gültigkeit, ungeschriebene Gesetze eines fairen Miteinander werden übergangen. Die Alte Welt tobt sich nochmals aus, die Neue Welt scheint noch nicht zum Greifen nah.
Durch die Urbanisierung, durch Bebauungen und durch die Versiegelung von Flächen ist uns der direkte Kontakt zur Mutter Erde und zum fruchtbaren Boden verloren gegangen. Wir sind uns über diesen Verlust nicht bewusst. Der Mensch als Hüter des Erdreiches hat Landschaften verändert, planiert, begradigt, betoniert und asphaltiert. Strassen, Pflasterwege und -plätze, Häuser und Stadtleben haben uns von der reinen Erdsubstanz abgekoppelt.
♥ In der Stille und aus dem Nichts, das Alles beinhaltet, aus dem das Leben, die Liebe und die Seele entspringen, entwickelte sich SeelenLiebe.